Welche Grafikkarte für Gaming-Einsteiger?

Die Schulkollegen spielen die neuesten Spiele und übertreffen sich dabei gegenseitig im Einsatz modernster und teuerster Hardware.

Doch dies ist nicht unbedingt der Maßstab für Einsteiger, zumal  die Grafikkarte vom eigenen Taschengeld oder Job finanziert werden muss.
Vorweg ein wichtiger Link: https://www.videocardbenchmark.net . Unter dem Drop-Down-Menü „Select a Page“ rechts oben geht man dann auf „Searchable Videocard List“. Dort kann man verschiedene Typen suchen lassen und bis zu 3 Modelle direkt miteinander vergleichen. Es werden Grafikkarten nach Grafikprozessor („GPU“) und Arbeitsspeicher erfasst, nicht nach Hersteller.

Wieviel muss ich investieren?

So erfährt man, ob das vermeintliche Schnäppchen doch nicht so leistungsstark ist, oder ob man vielleicht doch noch ein paar Euro mehr für das nächstbessere Modell ausgeben sollte. Eine Leistung von etwa 6000 Punkten sollte für den Gaming-Einsteiger genügen, so die Empfehlung. Also mindestens eine Nvidia Geforce GTX 1650 (ab 150 Euro) oder eine AMD Radeon RX 570 (ab 130 Euro).

Was bringt die GeForce GTX 1650?

Die GeForce 1650-Serie bricht nun auch mit Preisen um die 160 Euro in den Einsteiger-Bereich hinein. Zum Beispiel mit der 4GB KFA2 GeForce GTX 1650 EX für etwa 150 Euro bei Mindfactory Hier tut sich hier eine interessante Einsteigerklasse auf, hat doch die 1650 eine Turing-GPU (Graphic-Prozessor-Unit), wie auch die großen Brüder der RTX-Reihe (20XX).

Die Hersteller

Zur Erläuterung: Die Welt der Grafikkarten wird vor allem von zwei Herstellern dominiert. Nvidia mit der Geforce Serie, deren aktuelle Topmodelle die der 2000er-Serie sind, und preislich bis 1600 Euro gehen (mit 11 GB Grafikspeicher). Und dann AMD mit der Radeon Serie, deren Topmodelle unter Radeon VII („sieben“) geführt werden, und preislich bis etwa 750 Euro kommen, wobei deren Ausstattung mit 16 GB Grafikspeicher derzeit unübertroffen ist. Interessant ist auch die fast genauso starke Radeon RX 5700 XT von AMD.

Leistung ist gleich Stromverbrauch

Beiden Topmodellen eigen ist ein Stromverbrauch von mindestens 250 Watt im Gegensatz zu Einsteigermodellen, die teilweise unter der 100 Watt-Grenze liegen. Wichtig: Diese Leistung gilt allein für die Grafik, die das Netzteil zusätzlich zur Versorgung des Prozessors („TDP“, Thermal Design Power, in Watt), der Laufwerke, der Kühlung und der Beleuchtung leisten muss. Und: Man sollte beim Berechnen des Netzteils nochmals einen Leistungspuffer von weiteren 100 Watt einplanen. Denn Komponenten wie Grafikkarte und Prozessor benötigen durchaus noch ein paar Watt mehr als im Datenblatt angegeben. Somit sollte man, wenn dann nötig, unbedingt an ein leistungsstärkeres Netzteil denken, falls man mit dem bisherigen nach dieser Berechnung nicht ausreichend gerüstet ist. Apropos Netzteil: Planen Sie mit 8 Euro pro 100 Watt Leistung, weniger ist Sparen an der falschen Stelle.

Leistung ist gleich Abwärme

Generell lässt sich sagen, dass AMD-Grafikkarten günstiger sind, dafür aber auch mehr Strom verbrauchen, sprich: Wärme produzieren. Diese muss vom Grafikchip über meist mehrere Lüfter (mindestens 90 mm Durchmesser pro Lüfter sind empfehlenswert) ins Gehäuse geleitet werden und dann durch gute und möglichst leise Gehäuselüfter nach Außen. Und auch wenn die CPU mit Wasser gekühlt wird – die Abwärme der Grafikkarte wird immer noch durch einen guten Luftdurchsatz des Gehäuses herausgeführt. Es versteht sich von selbst, dass die Gehäuselüfter nach Draußen genug, d.h. mindestens 10 cm, Abstand haben sollen. Sonst staut sich die warme Luft und der Gehäuselüfter arbeitet unter erschwerten Bedingungen.

Abschließend eine Kaufempfehlung

Für AMD Radeon:

4GB Sapphire Radeon RX 570 Pulse ITX Aktiv (6902 Punkte bei videobenchmark.net) für etwa 130 Euro bei Mindfactory mit einem Netzteil von BeQuiet! (600 Watt be quiet! System Power B9) für etwa 50 Euro bei Mindfactory.

Und für Nvidia Geforce:

4GB KFA2 GeForce GTX 1650 EX (7865 Punkte bei videobenchmark.net) für etwa 150 Euro bei Mindfactory mit einem Netzteil von BeQuiet (500 Watt be quiet! System Power 9) für etwa 47 Euro bei Mindfactory.

Für beide Alternativen gilt: Die CPU kann bis zu 125 Watt TDP haben.
Wer mit High-End-CPUs spielen will, muss vermutlich leistungsstärkere Netzteile wählen, hat dann aber sicher auch eine bessere Grafikkarte unter der Haube. Und:
Für modulare Netzteile, d.h. mit abnehmbaren Kabeln, muss man noch einige Euro drauflegen, hat dann aber ein aufgeräumteres Gehäuseinnere.

Möglichkeit, anzufragen

Technischer Stand und Stand der Preise: 03.09.19.
Schließlich: Bei Fragen könnt Ihr euch gerne an mich wenden.

1 Gedanke zu „Welche Grafikkarte für Gaming-Einsteiger?“

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